Brandschutzschaum

Brandschutzschaum

PU Brandschutzschaum wird bei Anwendungen im Rahmen der Brandverhaltensgruppe RF2 eingesetzt. In der Regel geht es um das Isolieren und Abdichten von Hohlräumen und um das Herstellen von Brandschutzfugen zwischen metallischen und/oder mineralischen Baustoffen nach der EN 13501-2:2007.

Brandschutzschaum im Einsatz
Der Einsatz dieses schwer entflammbaren PU Füll- und Montageschaums (Polyurethan-Basis) erfolgt meistens bei Bauvorhaben, um Brandschutzfugen nach der genannten Europanorm herzustellen. Bei den entsprechenden Anwendungen müssen Produkte der Brandverhaltensgruppe RF2 (geringer Brandbeitrag, etwa brandschutzbehandelte Stoffe oder Eichenholz) zugelassen bzw. gefordert sein. Gut geeignet ist der PU Schaum unter anderem bei Systemen von Fensterfuttern und Türzargen, die der VKF zugelassenen hat. Entsprechend seiner Brandverhaltensgruppe ist dieser Schaum schwer brennbarer.

PU Brandschutzschaum: Eigenschaften
Es handelt sich um einen 1-Komponenten Isolierschaum, der in einer Dose mit kombiniertem Ventil geliefert wird. Er ist für die Verarbeitung mit einem Adapter oder einer Pistole geeignet und härtet durch die Luftfeuchtigkeit aus. Nach dem Einbringen in Hohlräume dehnt er sich um mindestens 100 % und bis zu 150 % aus. Er haftet auf den gebräuchlichen und gängigen Baumaterialien, jedoch nicht auf

  • Polyäthylen,
  • Silikon,
  • Teflon,
  • Fett oder
  • Formentrennmitteln.

In ausgehärtetem Zustand ist der Schaum halbhart und überwiegend geschlossenporig. Er wird eingesetzt, weil er alterungsbeständig, verrottungsfest sowie wärme- und kältefest ist. Zu beachten wäre jedoch, dass dieser PU Schaum nicht unbegrenzt UV-Strahlung standhält. Wenn eine Fläche ständig in der Sonne liegt, können sich andere Produkte mit höherer UV-Beständigkeit eher eignen. Untergründe für diesen Brandschutzschaum müssen fest und tragfähig sowie öl-, fett- und staubfrei sein. Jedoch benötigt der Schaum für seine Aushärtung genügend Feuchtigkeit. Daher sind saugfähige und zunächst trockene Untergründe zuvor gut anzufeuchten. Es ist möglich, während des Ausschäumens und danach Feuchtigkeit zuzuführen. Die Reinigung von überstehenden Resten erfolgt mit Lösungsmittel. Vor dem Gebrauch ist die Dose sehr gut zu schütteln (mindestens 15-mal). Die Schaumpistole oder der Winkeladapter werden leicht bis zum Anschlag aufgeschraubt, der Schaumaustritt lässt sich dann mit unterschiedlichem Druck regulieren.

Vorschriften für die Anwendung des Schaums
Die Verarbeitung ist prinzipiell einfach, sie erfolgt mit dem Ventil nach unten. Die Dose enthält ein Treibmittelgemisch nach der schweizerischen Stoffverordnung, was bedeutet, dass der Schaum die GEV-Anforderungen an den Emicode EC1 R und an die Baustoffklasse B1 nach der DIN 4102, der Brandverhaltensgruppe RF2 (cr) und der Brandkennziffer 5.1 erfüllt. Bei der Anwendung sind die Vorgaben des Herstellers und Systemgebers zwingend einzuhalten! GYSO Brandschutzschaum kann ohne Systemprüfung bei objektspezifischer Einzelbewilligung eingesetzt werden, jedoch empfiehlt sich in solchen Fällen der parallele Einsatz der GYSO Fiberfax Rundschnur oder des GYSO Flame Kombis. Damit lässt sich der Brandschutz sicherstellen. Die Dose enthält die nötigen Warnhinweise, die Anwender vor der Verarbeitung lesen und dann beachten müssen.

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