Ausbildung Medizinischer Masseur: Wenn Hände heilen können

Ausbildung Medizinischer Masseur: Wenn Hände heilen können

Als medizinischer Masseur kann man Menschen etwas Gutes tun, die aus gesundheitlichen Gründen eine Massage benötigen. Die dazu notwendigen Techniken und Methoden lernt man in der Ausbildung Medizinischer Masseur bei akkreditierten Ausbildungsanbietern in der Schweiz. Wer die Ausbildung erfolgreich absolviert, hat den Weg dafür geebnet, eine eigene Praxis eröffnen zu können und auch mit Krankenkassen abzurechnen. Doch wie erreicht man dieses Ziel?

Ausbildung zum Medizinischen Masseur dauert 2 bis 4 Jahre

Die Ausbildung wird in der Schweiz von verschiedenen Instituten und Akademien angeboten (z.B. von der Swiss Prävensana Akademie) und dauert zwischen 2 und 4 Jahren. Die Dauer ist vor allen Dingen davon abhängig, ob man die Ausbildung nebenberuflich absolviert oder sein ganzes Augenmerk auf die Ausbildung legen kann, was die Dauer naturgemäß verkürzt.

 

Ein medizinischer Masseur weiß genau, wo er wie massieren muss

 

Krankenkassen-Anerkennung nach bestandener Berufsprüfung

Die Ausbildung Medizinischer Masseur (eidg. Fachausweis) ist eine gute Voraussetzung, um die Krankenkassen-Anerkennung zu erhalten und die Berufsprüfung (BP) zu bestehen. Nach der bestandenen Berufsprüfung darf man sich „Medizinischer Masseur mit eidg. Fachausweis“ nennen.

Staatliche Förderung der Kosten möglich

In der Schweiz kann man sich bei Einhaltung bestimmter Bedingungen die Ausbildung zum Teil vom Staat bezahlen lassen, entsprechende Informationen über solche Finanzierungen, die sich Bundesbeiträge nennen, gibt es z.B. hier: Informationen Bundesbeiträge vom SBFI

Die Förderung beträgt bis zu 10.500 Franken, wenn der Wohnsitz in der Schweiz liegt. Der Bund bezahlt meist bis zu 50% der Ausbildungskosten von maximal 21.000 Franken bei einer höheren Fachprüfung und von maximal 19.000 Franken bei einer Berufsprüfung. Die Förderung erhält man rückwirkend, nachdem man die Prüfung absolviert hat.

Die Förderung wird von vielen Teilnehmern in Anspruch genommen, da die hochwertige Ausbildung mit hohen Kosten verbunden ist, die je nach Anbieter bis zu knapp 40.000 Franken in drei Jahren betragen können.

Ziel und Inhalt der Ausbildung

Die Ausbildung Medizinischer Masseur soll den Teilnehmer in die Lage versetzen, später im Gesundheitswesen zu arbeiten und verschiedene Massageformen sicher zu  beherrschen. Auch Massnahmen der physikalischen Medizin gehören zum Ausbildungsumfang. Der Masseur ist nach der Ausbildung in der Lage, auch unter Anwendung von Licht, Wärme und Wasser Behandlungen am menschlichen Körper vorzunehmen, die der Gesundheitsförderung dienen. Typischerweise arbeiten solche Masseure später in eigenen Praxen, Physiotherapiezentren, Arztpraxen, Kurinstitutionen oder Kliniken. Grundlage der Ausbildung ist die Prüfungsordnung der OdAmm (Organisation der Arbeitswelt Medizinischer Masseur).

Ziel der Ausbildung zum Medizinischen Masseur ist die eigenständige Durchführung medizinischer Massagen im Gesundheitssystem

 

Inhalt der Ausbildung sind unter anderem:

  • Klassische Massage
  • Reflextherapien (z.B. Fussreflexzonenmassage, Bindegewebsmassage, Kolonbehandlung)
  • Physikalische Ödemtherapie
  • Thermo-, Hydro-, Balneo- und Elektrotherapie
  • Anatomie
  • Physiologie
  • Pathologie
  • Gesundheitsverständnis
  • Menschenbild und Ethik
  • Praxisführung
  • Psychologie, Kommunikation und Gesprächsführung

Berufsprüfung zum Medizinischen Masseur

Die Berufsprüfung (BP), um den eidg. Fachausweis (EFA) zu erlangen, besteht aus drei Teilen, die erfolgreich absolviert sein wollen:

  1. Schriftlicher Teil als theoretische Prüfung (Teil A)
  2. Praktischer Parcours OSCE (Teil B)
  3. Fallbericht mit Fachgespräch (Teil C)

Wer die Berufsprüfung bestehen will, muss alle drei Prüfungsteile bestehen, sonst kommt man nicht in den Besitz des Fachausweises. Jeder Prüfungsteil kann maximal zweimal wiederholt werden.

Nach absolvierter Prüfung zum Medizinischen Masseur und bestandener Ausbildung kann man sich noch weiterbilden, denkbar wären z.B. Weiterbildungen wie:

  • Aufbaustudium zum Fitnessfachwirt
  • Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Physiotherapeut
  • Pflege-Pädagoge
  • Sport-Pädagoge